Blogparade: Mein sportliches Highlight 2015

Tischtennis-Zählgerät
Tischtennis-Zählgerät

Martin Feigenwinter hat in seinem Artikel zur Blogparade mit dem Thema „Mein sportliches Highlight 2015“ aufgerufen. Das letzte Jahr lief zwar durch die vielen Verletzungen für mich nicht so rund, aber ein Tischtennissieg ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Davon konnte ich noch eine ganze Weile mental profitieren.

An diesem Abend ging meine Mannschaft entschlossen in das Spiel gegen Klein-Umstadt. Trotz des Einsatzes eines Ersatzmanns konnten wir von Anfang an gut mithalten. Ich gewann mein erstes Spiel und konnte völlig ohne Druck mein zweites Spiel angehen. Im Vorfeld rechnete ich mir hier nichts aus. Gegen diesen Gegner gewann ich noch nie und hatte schon immer klar verloren. Ca. 5 Jahre spielte ich mit ihm in einem Verein und war auch im Training chancenlos. In der Bezirksoberliga hielt er schon gut mit und konnte dort ein ausgeglichenes Spielverhältnis vorweisen. Aber zur Halbzeit führten wir knapp 5:4 und die Zeichen standen auf „Kampf“. Ich hatte nichts zu verlieren. Von meiner Mannschaft kam die richtige Unterstützung: „Heute ist das erste Mal“, „Heute gewinnst du“. Und wie immer sah es zu Beginn des Spiels nicht gut aus. Ich verlor die ersten beiden Sätze. Alles lief nach dem gewohnten Bild, dem gewohnten Muster ab. Aber ab dem dritten Satz konnte ich mich dann langsam umstellen. Ich achtete zwischen den Ballwechseln mehr auf mich. Mein Puls konnte sich wieder mehr erholen. Ich war nicht mehr ganz so aus der Puste. Meine Schläge wurden überlegter. Meine Aufschläge wählte ich bewusster aus und konnte das Spiel immer mehr dominieren. Auf einmal gewann ich auch die offenen Ballwechsel, den offenen Schlagabtausch. Die Topspins wurden immer aggressiver und offensiver. Damit konnte ich den dritten und vierten Satz für mich entscheiden. Plötzlich war ich voll in meinem Element und vor allem siegessicher. Um mich rum hätte alles passieren können. Ich war voll auf dieses Spiel fokussiert. Trotzallem konnte mein Gegner im entscheidenden fünften Satz nochmal einen Gang hochschalten und ich lag am Ende des Satzes 6:10 hinten. Vier Matchbälle müsste ich abwehren, aber das war mir in diesem Augenblick gar nicht so bewusst, um das Spiel noch zu gewinnen. Meine Mannschaftkollegen nahmen ein Timeout, um den Lauf meines Gegners zu unterbrechen. Und tatsächlich, es half. Ich konnte mich Stück für Stück an ein 10:10 heran kämpfen. Das war in diesem Moment wahrscheinlich zu viel für ihn. Ich im Aufwind und er haderte mit sich selbst und vier vergebenen Matchbällen. Das konnte ich nutzen und den Sieg mit 13:11 holen. Das fühlte sich einfach großartig an. „Gribbeln im Bauch“ und Adrenalin pur. So einen Sieg gegen so einen starken Gegner. Das war der Wahnsinn! Dieser Sieg war die Initialzündung für den Endspurt meiner Mannschaftskollegen. Am Ende gewannen wir das ganze Spiel 9:4. Das war der perfekte Augenblick.

Obwohl ich zwei Wochen später gegen einen noch stärkeren Gegner klar gewann, hat sich der „perfekte Augenblick“ hier leider nicht eingestellt. Das war fast schon wie Routine. Leider kein Adrenalinschub und „gribbeln im Bauch“.

Vielleicht kann man den perfekten Augenblick nicht planen. Aber ich glaube, wenn wir doch noch den Abstieg aus der Bezirksklasse verhindern sollten, wird das ein ganz besonderer Augenblick.

Ganz nach dem Motto: „Alles ist möglich. Du musst es nur wollen.“

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Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

  1. Hallo Mathias

    Herzlichen Dank für das Teilen von deinen coolen Highlight!
    Ist ein tolles Gefühl, wenn es einfach läuft (Flow).

    Lieber Gruss

    Martin

    16. Februar 2016
    Antworten

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