BMW-Frankfurt-Marathon – 2 ereignisreiche Tage – Better your Best verfehlt

Jetzt sind schon tatsächlich 11 Jahre vergangen… 2002 bin ich zum letzten Mal in Frankfurt einen Marathon gelaufen. Damals kam ich knapp unter 4 Std. in 3:59:49 Std. ins Ziel.

Diesmal wollte unbedingt die Familie mit. Deshalb schauten wir uns samstags schon einmal die Umgebung an, holten die Startunterlagen ab und bummelten ein wenig über die Messe. Außerdem fand die Nudelparty statt. Mit der Startnummer bekam man eine Portion Nudeln und 4 Freigetränke (2 x 0,75 l und 2 x 0,5 l). Diese Gutscheine konnten nur samstags eingelöst werden. Und es kam noch besser! Nur zusammen mit 2 weiteren Getränkegutscheinen gab es noch ein Nudelgericht. Die Nudeln machten uns nicht satt. Aber nach den Getränken ging wirklich nichts mehr rein… Dank sei den Sponsoren Roßbacher und Bizzl 😉 Und vor allem haben wir uns auf die Heimfahrt gefreut 😉

Alle Marathonläufernamen auf einer Wand
Alle Marathonläufernamen auf einer Wand
BMW-Rennbahn auf der Messe
BMW-Rennbahn auf der Messe

BMW-Rennbahn: für Klein und Groß
BMW-Rennbahn: für Klein und Groß

Sonntagsmorgen wollte ich eigentlich schon um 8 Uhr losfahren, um rechtzeitig zum Startschuss um 10:30 Uhr in Frankfurt zu sein. Schließlich mussten wir noch mit dem Shuttlebus das letzte Stück zur Messe fahren und den Kleiderbeutel abgeben. Blöderweise ist es mit einem Kinderwagen nicht so einfach ein Stockwerk in der Messehalle zu wechseln. Die kleinen Fahrstühle waren ständig besetzt. Letztendlich konnte meine Familie mich nur mit zur Kleiderbeutelabgabe begleiten. Dann war es schon 10:20 Uhr. Ich rannte die Treppen runter, suchte meinen Startblock und da fiel auch schon der Startschuss. Bis zur eigentlichen Startlinienüberquerung vergingen aber noch gut 12 Min., verständlich bei fast 15000 Startern. Wie gut, dass in der Nacht zuvor die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wurde 😉

Die ersten Km quälte ich mich. Mein Fuß schmerzte und war schon am Vortag richtig dick. „Aber was soll’s, irgendwann kommst du schon rein und danach machst du erst einmal eine Trainingspause“, sagte ich mir immer wieder vor. Tatsächlich lief es ab dem 7. Km richtig gut. Ich war direkt zu den 3:44 Std.-Zugläufern aufgelaufen. Meine Km-Zeiten pendelten sich bei 5:20 Min/Km ein. Leider wollte der Flow nicht lange anhalten. Ab dem 15. Km fingen die Qualen richtig an… Da ich mich aber zur Asics-Aktion „Better your Best“ angemeldet hatte, wollte ich unbedingt meine Zeit von 2002 unterbieten, die gleichzeitig meine persönliche Marathon-Bestzeit ist. Bis zum 20. Km konnte ich den Zugläufern noch folgen, dann musste ich abreißen lassen. Die Enttäuschung war groß und erste Gedanken ans Aufgeben kamen auf. Bei der Hälfte der Strecke und einer Durchgangszeit von 1:53 Std. begann ich zu rechnen und merkte, selbst wenn ich Tempo rausnehmen und mich langsam bei 6 Min/Km einpendeln würde, würde es für unter 4 Std. reichen. Also setzte ich mir neue Zwischenziele. Die 30-Km-Marke muss ich bei 2:45 Std. passieren. Dann habe ich für die weiteren 10 Km bis zum 40. Km schon 1 Std. Zeit. Die restlichen 2 Km kann ich zur Not auch noch wandern. An diesen Gedanken konnte ich mich neu motivieren, schöpfte wieder Hoffnung und begann an zu kämpfen. Tatsächlich passierte ich die 30-Km-Marke dann bei 2:45 Std. Also alles gut, weiter und es wird schon werden. Die Km-Zeiten konnte ich von da an konstant bei 6 Min./Km halten. Lediglich die steigende Anzahl an Verpflegungsstationen führte zu längeren Pausen und zu den Zwischenzeiten 3:15 Std. beim 35. Km und 3:46 Std. beim 40. Km. Gut, dass es auf den letzten beiden Km keine Verpflegungsstation mehr gab 😉 Ansonsten hätte ich evtl. doch noch die 4 Std. überschritten. Am Ende blieb die Uhr für mich bei 3:59:03 Std. stehen. Das ist zwar eine neue persönliche Bestzeit, jedoch reicht es nicht für „Better your Best“. Da hätte ich nochmal 2:14 Min. schneller sein müssen. 🙁

Kinderschminken: Joris als Tiger
Kinderschminken: Joris als Tiger
Mathias nach dem Marathon
Mathias nach dem Marathon

Im Ziel ging es mir dafür dann richtig schlecht. Mein Kreislauf sackte ab und ich konnte noch geradeso durch die Massenabfertigung nach dem Ziel hindurch geschleust werden, um mich erst einmal hinzulegen. Anschließend kämpfte ich mich zu meiner Familie durch. Schließlich kümmerte sich meine Frau 4 Std. um die 2 Jungs. Das war bestimmt in der Menschenmasse auch ziemlich nervenaufreibend. Zumindest hatte der Große an diesem Wochenende jede Menge Action und schlief an beiden Abenden schon ziemlich früh 😉 Nachdem wir uns wieder gefunden hatten, legte ich mich noch eine Weile hin. Es hat einige Zeit gedauert, bis sich mein Kreislauf wieder ein wenig erholte. Auch auf dem Heimweg und zu Hause wurde es mir noch das eine oder andere Mal richtig schlecht.

Heute geht es mir aber schon wieder wesentlich besser. Ich habe kaum Muskelkater und ich weiß jetzt schon: Im nächsten Jahr werden die 3:44 Std. fallen 😉

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