Darmstädter Marathon 2012

Kurz vor dem Zieleinlauf...
Kurz vor dem Zieleinlauf...

Am vergangenen Sonntag, den 2.9.2012 fand endlich der langersehnte Marathon in Darmstadt statt, auf den ich mich seit über 20 Wochen intensiv vorbereitet hatte. Ausnahmsweise verschlief ich an diesem Tag mal nicht. Ich war doch ziemlich aufgeregt und nervös. Auf dem Streckenprofil, das eine Woche vorher noch kurzfristig geändert wurde, konnten zumindest ortsansässige erkennen, dass es eine sehr anspruchsvolle Strecke mit einigen Steigungen ist. Es war auch verwunderlich, dass sich gerade einmal ca. 150 Starter zum Marathon angemeldet hatten, jedoch über 2000 Voranmeldungen zum Halbmarathon eingingen. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir aber noch nichts dabei…

Bereits eine halbe Stunde vor dem Startschuss traf ich in Darmstadt ein. Meine Startunterlagen hatte ich schon am Vortag abgeholt. Somit konnte ich mich in Ruhe aufwärmen und nochmal eine Toilette aufsuchen.

Urkunde Darmstädter Marathon 2012
Urkunde Darmstädter Marathon 2012

Am Höhepunkt meiner Nervosität fiel dann endlich der Startschuss. Die ganze Anspannung löste sich und ich war froh endlich laufen zu dürfen. Es mussten vier Runden gelaufen werden. Ursprünglich sollten es zwei größere Runden werden. Die Organisatoren ließen sich jedoch einfallen, den 10 km-Lauf, den Halbmarathon und den Marathon in einem Lauf gleichzeitig starten zu lassen. Zunächst war das für mich kein Problem. Ich kämpfte erst einmal mit ca. 4-5 km bergauf. Dabei hatte ich mir vorgenommen, wie es im Lehrbuch steht, gleichmäßig zu laufen. Deshalb wollte ich meinen Puls konstant um die 150 Schläge/Minute halten. Das war von einem Moment zum anderen nicht mehr möglich. Trotzdem versuchte ich meine Km-Zeiten zwischen 5:34 und 5:40 Min. einzuhalten, um eine Gesamtzeit knapp unter 4 Std. zu schaffen. Genau zwei Runden ging das gut. Eigentlich wäre jetzt die Unterstützung der Zuschauer nötig gewesen. Auf den ersten beiden Runden gab es zwar nicht so viele Zuschauer, jedoch gab es immerhin immer mal wieder Anfeuerungsrufe. Da aber die 10-Km-Läufer nach der ersten Runde und die Halbmarathon-Läufer nach der zweiten Runde fertig waren, war es auf einmal richtig leer und ruhig auf der Strecke. Also musste ich mich alleine durchbeißen. 🙁

Auf der vierten Runde war ich fast sogar schon froh, mir eine bergige Strecke ausgesucht zu haben… So hatte ich immer ein Zwischenziel, die nächste Steigung zu schaffen… Dadurch konnte ich die Gesamtkilometerzahl im Hinterkopf halten. 😉

Am Ende konnte ich in 4:16:40 Std. finishen. Zwar schaffte ich mein Ziel, die Vier-Stunden-Marke zu unterbieten, nicht, jedoch bin ich trotz der anspruchsvollen Strecke 42,195 km am Stück gelaufen. 🙂  Für die Nachwelt sei aber festgehalten, dass sich dieser Marathon wirklich nicht als Einsteigermarathon eignet. Schöner und wahrscheinlich auch entspannter sind eine flache Strecke, eine hohe Teilnehmerzahl und viele Zuschauer, die einen anfeuern.

Nach dem Marathon mit meinem Sohn...
Nach dem Marathon mit meinem Sohn...

Facebook Kommentare:

Deine Meinung

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.