Der Experte berät: Magnesiummangel – So geht es auch ohne Nahrungsergänzungsmittel

Eine Hand lässt eine Tablette in ein Wasserglas
Roger und Renate Rössing, Eine Hand lässt eine Tablette in ein Wasserglas, Deutsche Fotothek‎ [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons
Die regelmäßige Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln ist bei aktiven Sportlern sehr beliebt. Ohne zusätzliche Präparate scheint beim Training, wichtigen Spielen oder Wettkämpfen gar nichts zu gehen. „Der Körper eines Sportlers braucht Mineral- und Nährstoffe in bestimmten Mengen – wie Magnesium, Calcium, Phosphat und Natrium. Calcium zum Beispiel sollte sogar in doppelt hoher Menge vorliegen, wie Magnesium. Durch die richtige, ausgewogene Ernährung werden dem Körper in der Regel aber alle notwendigen Stoffe in ausreichendem Maße zugeführt“, berät Gesundheitswissenschaftlerin Isabell Goyn, die als Spezialistin das Portal magnesium-ratgeber.de betreut.

Hinweise auf Magnesiummangel?
Häufig sind die gefürchteten Wadenkrämpfe ein Grund für Sportler, regelmäßig Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Zwar stärkt und entspannt Magnesium allgemein die Muskeln und tut in Stresszeiten gut – und insbesondere Wadenkrämpfe können durchaus auf einen Mangel an dem Mineralstoff hindeuten – , jedoch benötigt nicht jeder, der Sport treibt, automatisch auch Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln. Wadenkrämpfe können genauso auf eine Überanstrengung der Muskeln, Flüssigkeitsverlust oder einen Mangel an Kalzium hindeuten. Ein Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens und ggf. eine Blutuntersuchung können im Zweifelsfall Aufschluss über den wahren Grund geben. Auch wenn über den Schweißverlust und Urinausscheidungen bei Sportlern gleichzeitig Magnesium verloren geht, so kann der entstehende Mangel ganz natürlich über einen durchdachten Ernährungsplan ausgeglichen werden.

Magnesiumreiche Ernährung für Sportler
Sportler sollten sich ausgewogen und reich an Vitaminen und Spurenelementen ernähren. Der Konsum von zu viel Fleischprodukten kann hierbei genauso einseitig sein, wie eine übertrieben auf Eiweiß basierende Ernährung. Der hohe Magnesiumbedarf von Sportlern kann durch eine überlegte Ernährung allgemein gut gedeckt werden, so dass nicht immer spezielle Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden müssen. Um den Magnesiumhaushalt abzudecken empfehlen sich Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Kartoffeln und Bananen. Aus diesen Zutaten lässt sich nicht nur täglich ein schmackhaftes Frühstück aus Müsli mit Jogurt und Früchten, sondern auch vielseitige Haupt- und Zwischenmahlzeiten zubereiten. Daneben sollten Sportler nie vergessen viel zu trinken. Denn wer viel schwitzt, verliert mit den Elektrolyten auch Magnesium. Egal ob beim Training, nach dem Spiel oder bei hohen Temperaturen – eine Flasche Wasser oder Saftschorle sollte immer mit dabei sein. Mit speziellen Mineralien angereichertes Wasser ist ein zusätzlicher Energielieferant für den Körper.

Wer regelmäßig Sport treibt, kann einen gesteigerten Bedarf an Magnesium haben. Jedoch sind nicht immer Nahrungsergänzungsmittel erforderlich, um diesen Bedarf des Körpers zu decken. Bereits die richtige Ernährung kann den Magnesiumhaushalt wieder ausgleichen.

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