Rodgau Triathlon 2013

Urkunde: Rodgau Triathlon 2013
Urkunde: Rodgau Triathlon 2013

Vorletztes Wochenende war es seit über 10 Jahren mal wieder so weit. Ich startete bei einem Triathlon über die olympische Distanz (1,4 km Schwimmen/40 km Radfahren / 10 km Laufen).

Diesmal bereitete ich mich organisatorisch etwas besser vor als für den Römerman in Dieburg vor knapp 2 Monaten. Mein Tretlager und den Freilauf lies ich beim örtlichen Fahrradladen reparieren und die Batterie in meiner Triathlon-Uhr vom örtlichen Fachhandel endlich austauschen. Sogar die Startunterlagen holte ich bereits einen Tag vorher ab…

Trotzdem liefen wieder einmal einige Dinge während des Wettkampfes schief. 🙁

Es fing mit den Wassertemperaturen von nur 19° C im Nieder-Röder Badesee an. Lange überlegte ich, ob ich mir nicht doch noch einen Neoprenanzug ausleihen sollte. Letztendlich lies ich mir einreden, dass man für solche Temperaturen keinen braucht. Für mich als Warmduscher war es jedoch echt hart! Schon beim kurzen Wassertemperaturfühlen wollte ich aufgeben… Was der Adrenalinspiegel so alles bewirken kann… Unter normalen Umständen wäre ich da auf gar keinen Fall rein, nicht mal ansatzweise.

An der Startlinie im See war ich fast der einzige ohne Neoprenanzug. Vielleich kann ich doch noch den Warmduscher in mir ablegen. 😉 Die erste Runde war echt hart. Nicht nur, dass ich mit der Temperatur zu kämpfen hatte, auch die Leistungsdichte lag ziemlich eng beieinander. Um jede Sekunde wurde gekämpft. Es kam zu Rangeleien und es wurde getreten und geschlagen.

Nach der ersten Runde war ich ziemlich unterkühlt und erste Gedanken ans Aufgeben kamen auf. Im Nachhinein weiß ich auch nicht genau warum, aber ich bin weiter geschwommen. „Nur das Schwimmen überstehen und der Rest sollte kein Problem sein“, dachte ich mir. In der zweiten Runde entzerrte sich das Feld etwas. Jetzt war endlich ein reibungsloses Schwimmen möglich. Das erste Mal kam so etwas wie ein Rhythmus auf. Trotzdem ist das Schwimmen im See etwas ganz anderes als im Hallen- oder Freibad. Immer wieder musste ich das Kraulschwimmen aufgeben und Brust schwimmen, wenn mal wieder einer meinte er müsse quer schwimmen. Nach 27:07 Min. für 1400m stieg ich dann endlich aus dem Wasser. Dafür, dass ich ziemlich gefroren hatte und keinen Neoprenanzug anhatte, ist es doch noch eine ganz respektable Zeit geworden. 😉

Da ich ziemlich durchgefroren war, zog sich der Aufenthalt in der Wechselzone in die Länge. Meine Hände waren blau gefroren und ich konnte kaum einen Handgriff tätigen. Erst nach dem Abtrocknen konnte ich langsam wieder meine Finger bewegen… Das hat Zeit gekostet… Letztendlich verbrachte ich ganze 4:22 Min. in der Wechselzone. Für das, dass ich keinen Neoprenanzug ausziehen musste, ist das ganz schön lang. 🙁

Das anschließende Radfahren hat dafür umso besser geklappt. Es war zwar ziemlich windig, aber die aerodynamische Haltung konnte das gut ausgleichen. Ich konnte jederzeit den Schnitt über 30 km/h halten. In der zweiten Runde fing es noch an zu regnen. Das war jedoch ganz angenehm und hat für etwas Abkühlung gesorgt. Am Ende sprang ein Schnitt von 32 km/h heraus. Für die 40 km benötigte ich 1:14:30 Std.

Beim Abstieg in der Wechselzone wollte sich mein linker Schuh nicht aus der Pedale lösen. Deshalb musste ich den Schuh ausziehen und halb Barfuß zu meinem Wechselplatz laufen. Später, beim Auschecken, löste sich die Platte von meinem Schuh. Die Schrauben waren komplett locker. Wie so etwas passieren kann, ist mir heute noch ein Rätsel???

Und wie immer musste auch diesmal etwas richtig schief laufen. Ich überprüfte am Vorabend nicht, ob mit meinen Laufschuhen alles in Ordnung ist. Ich befestigte lediglich die Klipps zum schnelleren Zuziehen der Schnürsenkel… Der Wechsel vom Radfahren zum Laufen klappte mit 1:25 Min. noch recht zügig. Damit war ich zufrieden. Doch gleich nach der Wechselzone passierte es…

Die Zuschauer riefen noch: „Deine Schnürsenkel sind auf!“ Und ich rief völlig locker und entspannt zurück: „Nein, ich habe Klipps. Das sieht nur so aus!“ Und fast im gleichen Moment legte ich mich auch schon zu einer Runde Ausruhen auf den Bauch. Gut, dass ich mich schon auf einem etwas matschigeren Weg befand. So konnte ich mich noch etwas länger daran erinnern. Schließlich saute ich mich von oben bis unten ein. Egal, so konnte ich den Zuschauern wenigstens etwas Abwechslung  bieten. 😉 Das anschließende Binden meiner Schnürsenkel kostete mich bestimmt mal wieder 1-2 Minuten. Das Positive daran war, dass ich danach fast richtig erholt war und ich richtig Gas geben konnte. 😉

Mit 53:14 Min. auf 10 km sprang für mich am Ende eine ordentliche Zeit heraus. Insgesamt benötigte ich 2:40:36 Std. für die komplette Strecke. Das nächste Mal suche ich mir aber doch lieber einen Wettkampf im Sommer aus. Zumindest die Wassertemperaturen müssen angenehm warm sein. Aber man kann sich ja nicht alles aussuchen. 😉 Im Sommer wäre wahrscheinlich das Laufen in der Sonne zur Qual geworden…

Fazit: Nach fast 10 Jahren durfte ich wieder mal einen Triathlon über die olympische Distanz finishen!!! Mal schauen was im nächsten Jahr folgt…  In diesem Jahr ist erst einmal die Triathlon-Saison für mich beendet.

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