Römerman 2013 in Dieburg

Team Zimmner Gallier 2, Foto mit freundlicher Genehmigung von Jens Dörr, www.jensdoerr.com
Team Zimmner Gallier 2,
Foto mit freundlicher Genehmigung von Jens Dörr, www.jensdoerr.com

Mein letzter Triathlon, vor dem vor einer Woche, ist schon fast 10 Jahre her! Nach einigen Schwimm- und Radeinheiten in letzter Zeit war es jedoch endlich mal wieder so weit. Es galt eine Sprintdistanz über 400m Schwimmen, 18km Radfahren und 4,2 km Laufen beim Römerman in Dieburg zu bewältigen.

Wie immer habe ich mir einen Abend zuvor meine Sachen zusammengesucht und feststellen müssen, dass die Batterie meiner Uhr leer war und das Tretlager meines Rads knackt. Das sind bessere Voraussetzungen als manches Mal zuvor. Zumindest durfte ich schon unter wesentlich ungünstigeren Bedingungen Wettkämpfe bestreiten… Bei einer meiner Triathlonstarts hat sich einmal beim Radfahren das große Kettenblatt gelöst und ich musste die restliche Strecke langsam auf dem kleinen Kettenblatt zu Ende fahren 😉 Schon um 23 Uhr habe ich bei meinen Eltern angerufen und noch mein altes Startnummernband abgeholt. Damit hatte ich sogar noch ausreichend Schlaf. 😉

Auch das Schwimmen im Freibad sollte mir eigentlich entgegenkommen, da das Wasser nicht ganz so kalt war. Nur wegen der Wassertemperatur des Woogs (ca. 20 °C) habe ich vor drei Wochen lieber auf einen Start beim Woogsprint verzichtet. Ich bin und bleibe einfach ein Warmduscher und stehe auch dazu 😉

Am Sonntag wurde der Treffpunkt der Triathlonabteilung des TV Groß-Zimmern extra für die Chaoten unter uns schon auf 8 Uhr gelegt, obwohl der Start erst um 9:45 Uhr war. Gut, wenn man mit anderen als Team starten kann. Dann wird einem das Organisatorische abgenommen und man muss sich um fast nichts mehr kümmern 😉

Ungewöhnlicherweise war ich an diesem Morgen schon um 6 Uhr wach. Ich war doch wesentlich nervöser als sonst vor einem Wettkampf. Und die Mail der Organisatoren hatte ich auch noch nicht gelesen… Das habe ich dann gleich mal nachgeholt. Immerhin habe ich sie, im Vergleich zu anderen, komplett gelesen. 😎

Die Vorbereitungen, Rad einchecken und die Laufsachen in der Wechselzone deponieren, verliefen reibungslos. Je näher der Start rückte, je nervöser wurde ich. Kurz vor dem Start habe ich noch versucht, mit den anderen Schwimmern auf meiner Bahn eine Rangfolge auszumachen. Dann verläuft das Schwimmen schon einmal ohne Probleme und alle können eine gute Schwimmzeit erreichen. Immerhin startete ein Team auf einer Bahn!  Also auf meiner Bahn waren nur Mitglieder aus dem TV Groß-Zimmern. Und die Finisher-Zeiten von 10 Triathleten werden zusammengerechnet. Nur diese Gesamtzeit zählt in der Wertung. Aber nein, es schwammen alle gleichzeitig los und es gab 400m ein Schlagen und Treten um die Plätze. Am Ende bin ich so locker wie schon lange nicht mehr aus dem Wasser gestiegen und habe bestimmt schon 1-2 Minuten verloren. 8:43 Minuten auf 400 m Schwimmen ist wirklich nicht berauschend…

Der anschließende Wechsel verlief auch so richtig schief. 🙁 Ich schlupfte in meine neuen Radschuhe und die Schuhzunge ist mit in den Schuh rein gerutscht, links und rechts… Also nochmal raus und wieder rein. Wieder gut 30 Sekunden verloren…

Notiz:

Für den nächsten Triathlon werden die Schuhzungen festgenäht! Dann kann mir das nicht noch einmal passieren.

Auf dem Rad habe ich mich, trotz kaputtem Tretlager, dann mal so richtig verausgabt und bin permanent am Limit gefahren. Mit 33:38 Min. für 18km bin ich sogar zufrieden 😉 Anscheinend habe ich dabei aber so viel Sauerstoff verbraucht, dass ich beim anschließenden Wechsel nicht mehr klar im Kopf war. Noch auf dem Rad habe ich die Klettverschlüsse meiner Radschuhe geöffnet und diese dann prompt nach dem Abstieg auch verloren. Also wieder ein Stück zurück laufen und die Radschuhe aufheben. Das waren bestimmt auch 20-30 Sekunden, die ich da liegen gelassen habe…

Das anschließende Laufen hat ohne meine Uhr überhaupt nicht geklappt. Da fehlte mir das Zeitgefühl, ob ich flott oder langsam unterwegs bin. Mit 21:23 Min. für 4,2 km ist, den Umständen entsprechend, jedoch noch eine ganz respektable Zeit herausgesprungen.

Insgesamt habe ich für 400m Schwimmen, 18 km Radfahren, 4,2 km Laufen und 2 Wechsel 1:07:41 Std. gebraucht. Für den ersten Triathlon nach fast 10 Jahren gar nicht mal so schlecht. Sollte ich nächstes Jahr wieder mitmachen, habe ich direkt mal ca. 2 Minuten, um mich zu verbessern. Ohne wirklich durch Training einen Leistungssprung machen zu müssen 😉

Trotzdem bin ich gleich nach dem Ziel sauer nach Hause gefahren. Mindestens 2 Minuten verschenkt. Da wäre mehr drin gewesen… Blöderweise bin ich den restlichen Tag meiner Familie deshalb auf den Wecker gegangen… Erst am folgenden Dienstag habe ich mich wieder beruhigt. Aber der nächste Triathlon kommt bestimmt… Auch wenn meine Frau meinte, dass ich lieber keinen Wettkampf mehr bestreiten sollte, wenn ich mich so aufrege.

Aber erst einmal stand am Wochenende darauf der 10km-Lauf in Altheim an (Bericht folgt). Dort gab es keine Wechselzonen und kein Schwimmen und somit auch nichts zum Aufregen. 😉

Urkunde Römerman 2013 Dieburg
Urkunde Römerman 2013 Dieburg

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